Refurbished PCs bei Ankermann
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Welcher PC passt zu dir?

i5, i7, Ryzen 7, RTX, DDR5, AM5. Wenn du einen Computer suchst, stehen da erst mal zwanzig Abkürzungen, und keine davon sagt dir, ob das Gerät zu dir passt.
Wir gehen die Sache anders an. In den nächsten Minuten beantwortest du fünf Fragen. Danach weißt du, wonach du suchst, und kannst jedes Datenblatt lesen.
Frage 1: Wofür brauchst du den Rechner?
Fangen wir mit der Frage an, die alles andere entscheidet: Was machst du damit?
Büro und Alltag: Word, Excel, E-Mail, Videokonferenzen, dreißig Browser-Tabs, Streaming. Diese Programme brauchen keine große Rechenleistung. Sie brauchen genug Arbeitsspeicher und eine schnelle SSD. Eine eigene Grafikkarte brauchst du hier nicht.
Bild- und Videobearbeitung: Photoshop, Lightroom, Premiere, DaVinci Resolve, CAD. Hier zählt der Prozessor, und zwar mit vielen Kernen. Dazu viel Arbeitsspeicher. Eine Grafikkarte hilft beim Rendern und Exportieren spürbar.
Gaming: Umgekehrte Gewichtung: Die Grafikkarte bestimmt, wie flüssig dein Spiel läuft und in welcher Auflösung. Der Prozessor muss ordentlich sein, aber er ist nicht der Hauptdarsteller.
Alles zusammen. Der häufigste Fall. Ein bisschen Büro, ein bisschen Spielen, gelegentlich Urlaubsvideos schneiden. Dafür gibt es solide Mittelklasse, und die kostet weniger, als die meisten denken.
Merk dir eins: Ein Rechner, der alles gleich gut kann, ist teuer und meistens unnötig. Der günstigste gute Kauf ist der, der zu deiner Nutzung passt.
Frage 2: Laptop oder Tower?
Zweite Frage: Muss das Gerät mitkommen?
Ein Laptop ist ein Kompromiss, und das ist keine Kritik. Du bekommst Bildschirm, Tastatur und Akku in einem Gehäuse, und du kannst damit auf dem Sofa, im Zug und beim Kunden arbeiten. Der Preis dafür: Bei gleicher Leistung zahlst du mehr als beim Tower, die Bauteile laufen wegen der Wärme etwas langsamer, und aufrüsten kannst du später nur Arbeitsspeicher und SSD, oft nicht mal das.
Ein Tower gibt dir bei gleichem Budget mehr Leistung, läuft leiser, wird nicht so heiß und lässt sich Jahre später erweitern. Dafür steht er da, wo er steht.
Zwischenlösung, falls dein Schreibtisch klein ist: Ein Mini-PC. Der passt hinter den Monitor, reicht fürs Büro völlig aus und verbraucht sehr wenig Strom.
Frage 3: Der Prozessor
Der Prozessor ist das Rechenzentrum deines Geräts. Zwei Hersteller teilen sich den Markt: Intel und AMD. Beide bauen gute Prozessoren. Die Entscheidung fällt selten am Namen, sondern an Klasse, Generation und Preis.
Bei Intel heißen die Klassen Core i3, i5, i7 und i9. Bei AMD Ryzen 3, 5, 7 und 9. Die Zahlen bedeuten bei beiden dasselbe:
i3 und Ryzen 3: Büro, Internet, Office. Reicht für das, wofür die meisten Menschen einen Rechner einschalten.
i5 und Ryzen 5: Die Mitte. Büro plus Spiele plus gelegentliche Videoschnitte. Für die meisten Kunden die richtige Wahl.
i7 und Ryzen 7: Für Leute, die rendern, große Projekte bearbeiten oder anspruchsvoll spielen.
i9 und Ryzen 9: Profis, die mit dem Rechner Geld verdienen und auf Rechenzeit warten.
Ein i7 macht dein Excel nicht schneller. Er macht den Video-Export schneller. Wenn du keine Videos exportierst, spar das Geld und steck es in Arbeitsspeicher oder eine größere SSD.
Die Generation
Neben der Klasse steht eine Generation. Bei Intel lief die Zählung über Jahre von der 8. Generation bis zur 14. Generation, danach hat Intel auf den Namen Core Ultra umgestellt. Bei AMD erkennst du das Alter an der Tausenderstelle: Ryzen 5000 ist älter als Ryzen 7000, Ryzen 9000 ist die jüngere Familie.
Wichtig für deinen Geldbeutel: Ein Prozessor aus einer älteren Generation ist deutlich günstiger als ein aktueller, und im Büroalltag merkst du den Unterschied nicht. Ein i5 der 12. Generation erledigt deine Tabellen genauso zuverlässig wie ein aktueller. Bei uns findest du diese Geräte in der Kategorie Refurbished und im Angebotsbereich. Sie kommen geprüft, gereinigt, mit neuem Betriebssystem und mit Gewährleistung.
Wenn du dagegen viel rechnest oder das Gerät fünf Jahre nutzen willst, lohnt die neuere Generation. Sie arbeitet bei gleicher Leistung sparsamer, und du bekommst länger Ersatzteile und Treiber.
Die Plattform bei AMD
Bei AMD stolperst du über zwei Kürzel: AM4 und AM5. Das ist der Sockel, also die Fassung auf der Hauptplatine.
AM4 ist die ältere, sehr ausgereifte Plattform mit Ryzen bis zur 5000er-Reihe. Günstig, zuverlässig, gute Wahl für Büro und Einstiegs-Gaming.
AM5 ist die aktuelle Plattform ab Ryzen 7000. Teurer, dafür kannst du in ein paar Jahren einen neueren Prozessor einsetzen, ohne alles zu tauschen.
Ein Buchstabe, der oft für Anrufe sorgt
Ein Detail, das wir in unserem Support fast jede Woche erklären. Steht hinter dem Intel-Prozessor ein F, zum Beispiel i5-12400F, dann hat dieser Prozessor keine eigene Grafikeinheit. Bei AMD betrifft das unter anderem den Ryzen 5 5500 und die Modelle mit F am Ende.
Für dich heißt das: In so einem Rechner steckt immer eine eigene Grafikkarte, und dein Monitorkabel gehört an diese Grafikkarte, unten am Gehäuse, nicht an die Anschlüsse der Hauptplatine. Steckst du oben ein, bleibt der Bildschirm schwarz. Das Gerät ist dann nicht defekt, das Kabel sitzt nur falsch.
Frage 4: Die Grafikkarte
Auch hier zwei Hersteller: NVIDIA mit der GeForce-Reihe und AMD mit der Radeon-Reihe..jpg?ts=1789102621)
Zuerst die ehrliche Antwort für die meisten Zuschauer: Wenn du nicht spielst und keine Videos schneidest, brauchst du keine. Die Grafikeinheit im Prozessor stellt zwei Monitore dar, spielt 4K-Video ab und läuft in Teams. Eine Grafikkarte kostet Geld, Strom und macht Geräusch.
Sobald du spielst, entscheidet die Grafikkarte fast alles. Dann gibt dir die Auflösung deines Monitors die Richtung vor:
Full HD, 1920 × 1080: Einstiegs- und Mittelklasse reichen aus.
WQHD, 2560 × 1440: obere Mittelklasse.
4K: die großen Karten.
Kauf keine 4K-Grafikkarte für einen Full-HD-Monitor. Das Geld ist beim Monitor besser aufgehoben.
Zum Unterschied zwischen den Herstellern, kurz und ohne Lagerdenken: NVIDIA liegt beim Raytracing und bei der Bildhochskalierung vorn und wird von vielen Videoprogrammen und KI-Anwendungen bevorzugt. AMD gibt dir für dasselbe Geld oft mehr Speicher auf der Karte, was bei hohen Auflösungen und großen Texturen hilft. Beide Hersteller liefern für ihre aktuellen Karten regelmäßig Treiber.
Ein Wert, auf den du achten solltest, ist der Grafikspeicher, kurz VRAM. Neuere Spiele in hohen Einstellungen und Videoprogramme mögen davon gern mehr. Bei ansonsten gleichen Karten ist die Variante mit mehr Speicher die zukunftssicherere.
Frage 5: Arbeitsspeicher
Der Arbeitsspeicher, kurz RAM, ist die Werkbank deines Rechners. Je größer sie ist, desto mehr kannst du gleichzeitig offen haben, ohne dass alles zäh wird.
Als Faustregel für heute:
8 GB: untere Grenze. Nur für einfache Büroarbeit und einzelne Programme.
16 GB: der vernünftige Standard für Büro, Alltag und die meisten Spiele.
32 GB: Bildbearbeitung, Videoschnitt, viele Programme parallel, anspruchsvolles Gaming.
64 GB und mehr: große Videoprojekte, CAD, virtuelle Maschinen.
Dann gibt es noch DDR4 und DDR5. DDR5 ist die neuere, schnellere Bauart. Und jetzt der Punkt, den du dir merken solltest: Du kannst das nicht frei wählen. Welche Bauart in dein Gerät passt, bestimmen Prozessor und Hauptplatine.
AM4-Systeme von AMD nehmen DDR4. AM5-Systeme nehmen DDR5. Bei Intel hängt es von der Generation und der Platine ab, ältere Systeme fahren DDR4, die aktuellen DDR5. Beide Bauarten passen mechanisch nicht ineinander, und das ist gut so, denn so kannst du beim Nachrüsten nichts falsch einstecken. Du musst nur beim Nachkauf wissen, welche der beiden du hast, und das steht in deinem Datenblatt.
Praktisch heißt das: DDR4 ist heute günstig und für Büro und Mittelklasse völlig in Ordnung. DDR5 gehört zu neuen Systemen dazu und hilft besonders in Verbindung mit modernen Prozessoren.
Aufrüstbarkeit
Letzter Punkt, und er spart dir in zwei Jahren richtig Geld: Kann das Gerät mitwachsen?
Bei einem Tower schaust du auf vier Dinge:
Freie Speicherplätze. Sind zwei von vier RAM-Steckplätzen belegt, kannst du später verdoppeln, ohne etwas wegzuwerfen.
Freie M.2-Steckplätze. Da kommt später eine zweite SSD rein, wenn die Fotos den Platz auffressen.
Das Netzteil. Etwas Reserve bei der Wattzahl heißt: Eine stärkere Grafikkarte kannst du später einbauen, ohne das Netzteil zu tauschen.
Der Sockel. Auf einer aktuellen Plattform wie AM5 kannst du in einigen Jahren einen neueren Prozessor einsetzen. Bei einer auslaufenden Plattform ist mit dem letzten Modell Schluss.
Beim Laptop fällt diese Rechnung kürzer aus. Arbeitsspeicher und SSD lassen sich bei manchen Modellen tauschen, Prozessor und Grafikkarte sind fest verbaut. Deshalb der Rat: Beim Laptop lieber gleich eine Nummer größer kaufen, beim Tower kannst du entspannt klein anfangen.
Zusammenfassung
Nutzung | Prozessor | Grafikkarte | RAM |
Büro, Internet, Office | i3 / i5 oder Ryzen 3 / 5 | keine nötig | 16 GB |
Foto, Video, CAD | i7 / i9 oder Ryzen 7 / 9 | Mittelklasse aufwärts | 32 bis 64 GB |
Gaming Full HD | i5 oder Ryzen 5 | Einstieg bis Mittelklasse | 16 GB |
Gaming WQHD / 4K | i5 / i7 oder Ryzen 5 / 7 | obere Mittelklasse aufwärts | 32 GB |
Alles ein bisschen | i5 oder Ryzen 5 | Mittelklasse | 16 bis 32 GB |
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Und wenn du nach diesem Blog immer noch unsicher bist: Schreib uns, wofür du den Rechner brauchst und was er kosten darf. Wir suchen dir zwei bis drei passende Geräte heraus. Das kostet nichts und dauert selten länger als einen Werktag.
Ankermann Computer e.K.
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